Pfefferzeichen

Kategorie Gastrokonzept




René und Anne Mäder, Doldenhorn, Kandersteg


René und Anne Maeder
Waldhotel Doldenhorn
3718 Kandersteg

033 675 81 81
info@doldenhorn.ch
www.doldenhorn.ch

«Die Menschen kommen und gehen, doch das Ruedihus bleibt», schrieb das Magazin Salz&Pfeffer anno 1992. Damals gehörten das Waldhotel Doldenhorn und das Restaurant Ruedihus (Baujahr 1753) René und Anne Maeder. So wie heute. 1976 hatte René Mäder, 22 Jahre jung, das Zweisternhotel Doldenhorn gekauft. Heute trägt es 4 Sterne, die Küche hält 15 Punkte. Und das Haus ist topaktuell, Maeders reinvestierten jeden Franken. Zum Doldenhorn gehören Kontinuität, eine ethische Mitarbeiterphilosophie, gutes Marketing, ein gutes Produkt. Obwohl die Banken mit Krediten in der Gastronomie überaus knausrig sind, erweiterten Maeders 2007 ihr Hotel um Erlebnishallenbad, Smokers Lounge, Wohnungen und Suiten. Die Hälfte der Finanzierung kam von 50 Gästen, die über 2 Millionen Franken zusammenlegten, zu verzinsen mit 5 Prozent. Wie muss ein Gastgeber sein, damit die Gäste ihm solches Vertrauen entgegenbringen? Eben.




Michael und Ariane Meyer, Bad Osterfingen

Bad Ostefingen
Michael und Ariane Meyer
Zollstrasse
8218 Osterfingen

052 681 21 21
www.badosterfingen.ch

Ein Traditionsgasthof im Niemandsland des Schaffhauser Klettgaus am Rand der Schweiz, Hochzeiten im Saal, Parkett, Kachelöfen und Wild im Herbst – eigentlich müsste das Bad Osterfingen vor lauter Unspektakulärität längst zugeserbelt sein. Ist es aber nicht. Gastgeber Michael und Ariane Meyer führen ihren gepflegten Familienbetrieb innovativ und liebevoll und spielen die versteckte Lage ihres Hauses durchaus als Trumpf aus. Hinter den stattlichen Schaffhauser Mauern schenken sie besten Blauburgunder aus dem eigenen Rebberg aus, die gutbürgerliche Küche ist hausgemachte Handarbeit mit möglichst regionalen Frischprodukten: Ein Familienbetrieb, der sich mit tadelloser Gastronomie drei Generationen lang einen Namen gemacht hat. Im Prinzip dürfte man einen Geheimtipp wie das Bad Osterfingen gar nicht der Öffentlichkeit zum Nachtessen vorwerfen. Doch dieser Betrieb verdient jeden Gast, der kommt. Und wieder geht. Und wieder kommt. Und wieder kommt. Und wieder kommt.




Patrick und Muriel Hauser, Brasserie le Beausite, Fribourg

Brasserie le Beausite
Patrick und Muriel Hauser
Route de Villars 1
1700 Fribourg

026 424 66 46
info@le-beausite.ch
www.le-beausite.ch

1904 gebaut ist die Brasserie le Beausite eine Perle der Belle Epoque. Doch das Haus erlebte eine Achterbahnfahrt, wurde in den 80er Jahren zur Brasserie Parisienne umgetauft, war in den 90ern sogar für kurze Zeit eine Diskothek. Doch dann übernahmen Muriel und Patrick Hauser den Betrieb. Renovierten. Investierten. Legten die Fresken frei. Und legten ein Brasseriekonzept vom Feinsten hin. Sie servieren Frankreich in Form von Moules, Fruits de mer et Poissons, servieren Brasserie in Form von Pied de Porc und Tête de Veau, servieren Fantasie in Form von Choucroute de la mer und anderen Spezialitäten. Und dies stets auf Gilde-Niveau. Innert weniger Jahre machten Hausers aus dem Haus das, was es schon immer hätte sein sollen: Ein Restaurant, das dem Anspruch in seinem Namen gerecht wird; ein Betrieb der wirtschaftlich und konzeptionell gut ausbalanciert ist, und eine Institution, die die Gastronomie Freiburgs attraktiver macht und über die Stadt hinaus Anklang findet.